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Thema des Monats: Mancherlei Widerstandskämpfer auf Briefmarken

Die Gründer der ersten Korporationen wurden maßgeblich beeinflusst von den Ideen so namhafter Gelehrter wie Ernst Moritz Arndt, Friedrich Ludwig Jahn und Johann Gottlieb Fichte, der 1807/1808 seine „Reden an die deutsche Nation“ in Berlin gehalten hatte. In dieser Zeit, zugleich der Frühzeit des Korporationswesens, wurden wohl Forderungen aufgestellt, aber es gab kaum Protestierer unter ihnen. Widerstand hatte immer Substanz.

Der erste, bei dem wir die beiden Merkmale Korporierter und Widerständler finden, ist Heinrich Hoffmann von Fallerslebenen, der mit dem Attentat des Grafen Stauffenberg vom 20. Juli 1944 offenbar wurde. Weiter geht es 1848. Im Deutschen Bund kam es zu den Märzunruhen mit Barrikadenkämpfen und schließlich zum berühmten Paulskirchenparlament, in dem 36 Prozent der Abgeordneten Burschenschafter oder Corpsstudenten waren.

Den Studenten von 1848 ging es aber nicht schnell genug. So entwickelte sich zum Beispiel im traditionell liberalen und zudem immer auch in Richtung Frankreich orietneierten Großherzogtum Baden eine Sondersituation. Nicht zuletzt auf Grund studentischer Unruhen kam es 1849 zum Aufstand in Baden.

Der 19jährige Philologiestudent Carl Schurz wurde bekannt durch seine Teilnahme an diesen Revolten. Er war seit 1848 ordentliches Mitglied der 1845 gegründeten, freischlagenden Burschenschaft Frankonia Bonn. Es ist überliefert, dass er sehr diskussionsfreudig war und bereits in der Frankonia revolutionäre Ansichten vertrat. Er lernte dort Abraham Lincoln kennen, der 1861 zum Präsident der USA gewählt werden sollte. 1868 wurde Schurz Senator des Staates Missouri und 1877 für vier Jahre Innenminister der USA. Weitere Karriereschritte blieben ihm versagt, da er nicht in den USA geboren war.

Stellvertretend für den Widerstand im Dritten Reich soll in dieser Vorschau auf unseren großen Artikel einer der wichtigsten deutschen Kirchenmänner des 20. Jahrhunderts stehen: Clemens August Kardinal Graf von Galen. Seine Predigten waren es, die Adolf Hitler dazu bewogen, seine Tötungsaktion von Menschen mit Behinderung aufzugeben. Nach Kriegsende wurde er von Papst Pius XII. in das Kardinalskollegium aufgenommen. Graf von Galen war bereits 1936, der NS-Herrschaft zum Trotz, heimlich Ehrenmitglied der Rheno-Guestfalia Hann. Münden geworden, einer CV-Verbindung, die heute in Göttingen beheimatet ist. Lesen Sie den Beitrag, den Manfred Kröger verfaßt hat, über unsere nebenstehende Linkleiste.

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