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Thema des Monats: 91 Jahre Machtergreifung – diese beiden fanden den Weg in den Widerstand

Prozeß vor dem Volksgerichtshof, 8. August 1944. Bewacht von NS-Polizisten: Peter Graf Yorck von Wartenburg Borussiae Bonn (oben) und Albrecht von Hagen Saxo-Borussiae Heidelberg (unten).

Berlin, 8. August 1944. Zwei schwerbewachte Häftlinge stehen vor dem furchtbaren NS-Richter Roland Freisler. Angeklagt sind sie als Mitverschwörer des Grafen Stauffenberg, der das insgesamt 42. Attentat gegen Adolf Hitler verübt hatte – der Diktator überlebte bekanntermaßen. Doch beide sind Männer der ersten Stunde im Widerstand gegen Hitler. An diesem 8. August empfingen sie ihre Urteile. Noch am selben Tag wurden sie qualvoll erhängt.

Albrecht von Hagen war bereits 1933 als strikter NS-Gegner bekannt. Bereits 1933 begann er, gegen Hitler zu konspirieren. Er sollte später, 1944, zu einem von zwei Sprengstoffbeschaffern für den Grafen Stauffenberg werden. Aktiv war er zu Studienzeiten beim Corps Saxo-Borussia Heidelberg.

Peter Graf Yorck von Wartenburg war beim Kartellcorps aktiv, bei Borussia Bonn. Er trat ab 1938 in die Widerstandaktivitäten ein und wurde zu einem beiden beiden Gründer und wesentlichen Motoren des Kreisauer Kreises. Er war also auch ein Mann der ersten Stunde, neben Helmut James Graf v. Moltke, nach dessen niederschlesischem Gut auch der Widerstandskreis schließlich benannt wurde, weil dort drei Konferenzen der Widerstandskämpfer stattgefunden hatten. Meist, über 50 mal, traf man sich aber bei Yorck in der Hortensienstraße in Berlin-Lichterfelde. Beide Widerstandskämpfer werden in unserem Band Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler ausführlich gewürdigt.

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